34. Ostdeutsche Meisterschaften 2026 in Jena

Ein altes Studentenlied beginnt mit der Zeile “Und in Jene lebt sich’s bene”. In diesem Jahr hatten wir die Gelegenheit, diese Aussage auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen, weil der Jenaer Stenografenverein e. V. nach dem Beitritt der Thüringer Vereine in unseren Verband erstmals die Gelegenheit hatte, unsere Verbandsmeisterschaften auszurichten.

Jenaer Unicampus

Die Thüringer haben alles gegeben, um uns für unser Kräftemessen, aber auch für die Freizeitaktivitäten beste Bedingungen und kurze Wege zu bieten. Dass Jena einen guten Namen hat, war auch an der großen Zahl derer zu sehen, die sich zur Teilnahme angemeldet hatten und sich schon am Freitag zum Stenotreff im Hofbräu am Johannistor trafen. “Oans, zwoa, g’suffa!” war dabei aber nicht unser Motto, denn am nächsten Morgen trafen wir uns - wie immer bei unseren Wettbewerben recht früh - am Campus der Friedrich-Schiller-Universität, wo uns ein paar Antikenabgüsse aus der Uni-Sammlung den Weg wiesen.

Antiken aus der Sammlung der Uni Jena

Die Schirmherrschaft unserer Meisterschaften hatte in diesem Jahr dankenswerterweise der Oberbürgermeister von Jena, Dr. Thomas Nitzsche, übernommen, der sehr interessiert an unseren Künsten war, sich Zeit für nähere Erläuterungen dazu nahm und ein paar Schauschreibminuten bei den Stenografen und Computerschreibern beeindruckt verfolgte. Auch das Fernsehen war anwesend und sorgte später für einen kurzen Bericht über unsere Meisterschaften in den Nachrichtensendungen unseres Verbandsgebietes.

Nach dem Showteil folgte dann aber der Ernst des Lebens. In unserem Fall waren das die verschiedenen Wettbewerbsdisziplinen und die anschließende Fehlerprüfung, die Wertung, die Erstellung der Ergebnislisten und der Druck der Urkunden, deren Inhalt selbstverständlich noch geheim blieb. Diejenigen, die nicht in die Wertung eingebunden waren, konnten ihre Freiräume nutzen, um Jena zu erkunden und beim Besuch des Botanischen Gartens oder des Phyletischen Museums neue Eindrücke zu gewinnen.

Pokale

Abends trafen wir uns dann alle im Gasthaus “Zur Noll”, um nach einer Stärkung endlich zu erfahren, wer denn in diesem Jahr die Besten von uns waren. Für unseren Dresdner Verein gab es in den Einzelwertungen einen ersten Platz (Stenografie), zwei zweite Plätze (10-Minuten-Perfektionsschreiben, 20-Minuten-Geschwindigkeitsschreiben) und einen dritten Platz (Textbearbeitung/-gestaltung) und bei den Mannschaften einen ersten Platz (Textbearbeitung/-gestaltung) und einen zweiten Platz (20-Minuten-Geschwindigkeitsschreiben) zu bejubeln, sodass es meist zufriedene Gesichter gab.

Jena

Die Delegiertenversammlung am Sonntagmorgen ging mit der Bestätigung der Rechenschaftsberichte und Kassenprüfungen sowie den notwendigen Wahlen routiniert über die Bühne. Zu erwähnen ist, dass im nächsten Jahr die Pelikane unsere Verbandsmeisterschaften in Luckenwalde ausrichten werden. Dass 2027 die Deutschen Meisterschaften in Halberstadt durchgeführt werden sollen, hat zu einigen “Da könnte man mal wieder hinfahren!"-Rufen Anlass geboten. Wir sind außerdem gespannt, ob Alexanders Anregung, sich nach dem Vorbild der Stenografen auch mit den Computerschreibern zu einem Trainingswochenende zu treffen, Früchte trägt.

Wir danken dem Jenaer Verein für die perfekt organisierten Meisterschaften - an dieser Stelle seien ausdrücklich auch die Helfer im Hintergrund erwähnt - und können nun singen: “Und in Jene schrieb sich’s bene”.