Vereinsausflug 2026 - Mit dem Dampfer nach Kötzschenbroda

Vor vier Jahren fanden wir schon einmal die Idee schön, mit einem Dampfer unserer inzwischen 190 Jahre alten Sächsischen Dampfschifffahrtsflotte unserem Vereinsausflug einen schönen Rahmen zu geben. Damals ging’s Richtung Pillnitz. In diesem Jahr hatten wir entschieden, es einmal mit der entgegengesetzten Richtung zu versuchen.

Dresdens Kulisse

Am 20. Juni lag bei strahlendem Sonnenschein die historische “Stadt Wehlen” für uns - und viele andere - am Terrassenufer bereit, um bis Seußlitz die Elbe abwärts zu fahren. Unser Dampfer wurde 1879 vom Stapel gelassen und ist damit das älteste Schiff der Flotte. Für uns waren Plätze reserviert, und als kleine Überraschung konnten wir gleich mit einem Glas Sekt auf das gute Gelingen unseres Ausflugs anstoßen.

Nach etwa einstündiger Fahrt, bei der die vielen Reiher am Ufer davon kündeten, dass in dem Gegensatz zu früheren Zeiten viel sauberen Wasser des Flusses wohl wieder viele Fische schwimmen, kamen wir an unserem Ziel in Kötzschenbroda an und wünschten dem Dampfer eine gute Weiterfahrt.

Der Dampfer fährt weiter

Dort empfing uns ein Stadtführer, um uns in einer anderthalbstündigen Tour viel Interessantes über den heutigen Ortsteil von Radebeul zu berichten. Vor genau 800 Jahren wurde das Örtchen als Schozebro erstmals erwähnt. Erstaunlicherweise scheint aber das Jubiläum bei den Stadtoberen gar kein Grund zum Feiern zu sein. Dabei hat der heutige historische Stadtkern mit seinem Markt wirklich viel Sehenswertes zu bieten.

Markt von Altkötzschenbroda

Wir haben viel über die wechselvolle Geschichte erfahren, waren dabei aber immer bedacht, uns im Schatten aufzuhalten, da die Temperaturen wie schon in den letzten Tagen die 30°-Grenze überschritten hatten. Am Ende der Runde empfing uns mit der Friedenskirche aber ein kühlerer Ort. Sie erhielt diesen Namen, weil 1645 im dazugehörigen Pfarrhaus der Waffenstillstand von Kötzschenbroda zwischen dem sächsischen Kurfürsten Johann Georg I. und dem schwedischen General Lennart Torstensson geschlossen wurde, der für Sachsen den Dreißigjährigen Krieg beendete. Der Tisch, an dem die Unterzeichnung des Vertrags erfolgte, ist hier heute noch zu besichtigen.

Ein paar von uns nutzten auch die Gelegenheit, vom Kirchturm aus einen Blick auf die Weinberge des Umlands zu werfen.

Ausblick von der Friedenskirche

Da wir den Ausflug in diesem Jahr schon recht früh gestartet hatten, bildete in diesem Jahr nicht Kaffee und Kuchen den Abschluss des Ausflugs, sondern ein Besuch in der Gaststätte “Alte Apotheke”, in der wir uns im zum Namen passenden historischen Ambiente stärken und über die vielen Eindrücke des Tages austauschen konnten.

Unser besonderer Dank gilt Regina, die für uns alle diesen Ausflug so toll organsiert hat .