Vereinsausflug 2018 ins Zittauer Gebirge

Nachdem wir im Jahr 2002 Zittau als Ziel unseres alljährlichen Vereinsausfluges gewählt hatten, war auf unserer Vereinsversammlung in diesem Jahr beschlossen worden, das dazugehörige Gebirge zu besuchen. Also starteten wir am 23. Juni in die Heimat der Umgebindehäuser, von denen eins auch liebevoll von unserer Vereinsvorsitzenden gepflegt wird, die also Heimvorteil hatte und sich den Weg zum Neustädter Bahnhof sparen konnte.

Die gewonnenen Zeit hatte sie genutzt, um für alle ein kleines Frühstück zuzubereiten, sodass wir gut gestärkt den ersten Programmpunkt ansteuern konnten, das Deutsche Damast- und Frottiermuseuem in Großschönau. Hier erfuhren wir unter sachkundiger (Vor-)Führung sehr viel über die Arbeitsweise der unterschiedlichsten Webstühle und über die beeindruckende Geschichte diese Textildorfes, in dem bis zu 1000 Webstühle standen. Sein Aufstieg begann 1666, als zwei einheimische Weber das Wissen über die Damastherstellung aus Holland importierten und im Zusammenwirken mit Malern aus Dresden, die neuartige und aufwendige Mustervorlagen kreierten - allein deren Ausarbeitung dauerte mitunter ein halbes Jahr! - kunstvolle Gewebe erschufen, die die Tische von Königshäusern in ganz Europa schmückten. Auch über den Unterschied zwischen Frottee und Frottier wurden wir aufgeklärt. Allein in diesem Museum hätten wir wohl den ganzen Tag zubringen können.

Aber für uns ging’s erst einmal weiter zur gemütlichen Dammschenke nach Jonsdorf, wo wir das Mittagessen gebucht hatten. Von dort fuhren wir weiter nach Bertsdorf, von wo aus wir mit der Schmalspurbahn nach Oybin dampften.

Dann tuckerten wir mit dem Gebirgs-Express gemütlich zum nächsten Höhepunkt, was in diesem Fall wörtlich zu verstehen ist, da es wirklich nach oben ging, nämlich auf den Berg Oybin. Dort stehen in 500 m Höhe die Ruinen einer Burg und eines Klosters, deren Geschichte in einem Museum erklärt wurden. Hier wurde es dann allerdings für einige unserer Vereinsmitglieder, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, zu beschwerlich. Das war schade, denn zu sehen gab es wirklich viel, auch wenn die Fernsicht - das Wetter war dieses Mal nicht ganz so schön - nicht optimal war.

Beim Abstieg nutzten wir die Gelegenheit, die kleine Bergkirche zu besichtigen, die uns auch Schutz vor dem inzwischen einsetzenden Regen bot.

Zum Abschluss durften wie immer Kaffee und Kuchen nicht fehlen, die es dieses Mal im Café Meier gab.

Dann gab es die ersten Stimmen, die zum Aufbruch drängten, nicht, weil denjenigen der Tag nicht gefallen hatte, sondern weil am Abend die Fußballnationalmannschaft bei der WM endlich einmal zeigen sollte, dass sie das Runde noch ins Eckige befördern kann. Ein kleiner Stau samt Umleitung hat uns dann noch etwas aufgehalten. Aber die Verzögerung hat uns natürlich Gelegenheit geboten, die ereignis- und lehrreichen Stunden noch einmal Revue passieren zu lassen. Für deren wie immer makellose Organisation danken wir unserer Margret aufs Herzlichste.

Dass Jogis Jungs am Abend das Ruder herumreißen und einen Rückstand in einen Sieg verwandlen konnten, sei hier nur noch als Randnotiz für spätere Leser vermerkt.