Bundespokalschreiben 2018 in München

In diesem Jahr feiern wir den 150. Jahrestag der Gründung unseres Stenografenbundes und gleichzeitig sollten zum 30. Mal beim Bundespokalschreiben die besten Mannschaften unserer Verbände ermittelt werden. Das war ein schöner Anlass, uns in München zu treffen, der Stadt, in der der Urvater der kursiven Stenografie, Franz Xaver Gabelsberger, vor ziemlich genau 200 Jahren begann, seine Redezeichenkunst zu entwickeln.

Dem Anlass angemessen, fanden die Wettbewerbe nicht in irgendeiner Schule, sondern im Maximilianeum statt, das neben der gleichnamigen Stiftung seit 1949 auch den Bayerischen Landtag beherbergt. So konnten einige Stenografen hier am vertrauten Ort schreiben; für uns anderen war es interessant, auch einmal diese Räumlichkeiten zu sehen. Nach der Mikrofonprobe durch Reiner Kreßmann, der sich dabei als ausgewiesener Fachmann herausstellte, konnten wir im Fraktionsaal einer der im Landtag vertretenen Parteien zur Tat schreiten. Der Text war abwechslungsreich und gut zu schreiben, sodass die Besten den Stift erst zur Seite legten, als wirklich alle Minuten herunterdiktiert waren.

Über die Computerschreiber unseres Verbandes kann ich in diesem Jahr leider nichts berichten, da sich nicht genug Schreiber fanden, um eine Mannschaft an den Start gehen zu lassen.

Am Nachmittag trafen sich dann die Interessierten zu einer Stadtführung, um mehr über die Geschichte und die Geschichten von München zu erfahren. Das Wetter war alles andere als novembertypisch, vielmehr konnten wir bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen durch die Stadt schlendern.

Zur Siegerehrung ging’s an eine Stätte, die wohl weltweit mit München verbunden wird, nämlich ins Hofbräuhaus. Im dortigen Wappensaal gab’s die erwartete bayerische Kost, was sowohl kulinarisch zu verstehen ist, aber auch auf das Programm von Nepo Fitz bezogen werden kann, einem Kabarettisten, der uns mit seinem Programm eine vergnügliche Stunde bescherte.

Als dann die Besten bekanntgegeben wurden, zeigte sich, dass unsere Mannschaft den dritten Platz vom Vorjahr verteidigen konnte, was uns natürlich freute, auch wenn wieder einmal diverse Minuten keinen Widerhall in der Ergebnisliste fanden.

Den Abschluss der Feiern des Bundesjubiläums bildete heute die Kranzniederlegung am Grab des “Meisters”, wie Gabelsberger seinerzeit von seinen Schülern genannt wurde. Da saßen wir allerdings schon wieder im Zug Richtung Heimat.

Wir gratulieren den Siegern und Platzierten und danken den Organisatoren für das gelungene Jubiläumsschreiben.